Insulinresistenz und Glycin

Insulinresistenz und Glycin

Der Plasma-Glycin-Spiegel ist bei Patienten mit Adipositas oder Diabetes niedrig. Eine Verbesserung der Insulinresistenz erhöht auch die Glycinkonzentrationen. In prospektiven Studien sind niedrige Glycinkonzentrationen mit einem höheren Risiko für die Entwicklung eines Typ-2-Diabetes assoziiert. Höhere Glycinkonzentrationen wiederum vermindern das Risiko für die Entwicklung eines Typ-2-Diabetes. Bei Patienten mit Typ-2-Diabetes liegt bereits vor der Manifestierung der Erkrankung ein Glycinmangel vor. Glycin ist an mehreren Stoffwechselwegen beteiligt und spielt auch als Komponente der Kollagene eine zentrale Rolle.

Referenz:
Adeva-Andany M et al.: Insulin resistance and glycine metabolism in humans. Amino Acids. 2018 Jan;50(1):11-27.


Vitamin-D-Spiegel und Typ-2-Diabetes

Diabetes und Vitamin D3
Niedrige Serumspiegel von 25(OH)D kommen bei älteren Menschen relativ häufig vor und sind mit verschiedenen nachteiligen gesundheitlichen Effekten assoziiert. Wissenschaftler aus verschiedenen europäischen Ländern publizierten eine Metaanalyse zur Klärung der Frage, ob ein Vitamin-D-Mangel in prospektiven Studien bei älteren Menschen mit Diabetes assoziiert ist. In die Metaanalyse wurden neun Studien einbezogen. Die Auswertung der Daten zeigte, dass niedrigere Spiegel von 25(OH)D im Vergleich zu höheren Spiegeln das Diabetes-Risiko erhöhten.

Referenz:
Lucato P et al.: Low vitamin D levels increase the risk of type 2 diabetes in older adults: A systematic review and meta-analysis. Maturitas. 2017 Jun;100:8-15.